An der Heinrich‑Hertz‑Schule Karlsruhe wurde ein außergewöhnliches Ausbildungsprojekt vorgestellt: Eine voll funktionsfähige Heizungs‑ und Lüftungswand, die künftig im Unterricht der Elektroniker für Gebäudesystemintegration (GSI) eingesetzt wird. Entwickelt und aufgebaut wurde sie im Rahmen der Technikerabschlussarbeit von Laurenz Marx. 

Die Wand bildet zentrale Komponenten moderner Gebäudeautomation ab: Lüftungstechnik, Heizungssteuerung, Sensorik, Bussysteme und Regelungstechnik. Durch die verglaste und beleuchtete Ansicht können Schüler künftig reale Betriebszustände beobachten, Messungen durchführen, Fehler simulieren und praxisnah lösen. Damit wird die Ausbildung auf ein neues Niveau gehoben. 

Das Projekt zeigt, wie Lernortkooperation funktionieren kann. Betreut wurde die Arbeit von der RW Technischer Gebäudeservice GmbH, dem Arbeitgeber von Laurenz Marx. Darüber hinaus unterstützten zahlreiche Partnerbetriebe die Umsetzung mit Material, Expertise und persönlichem Engagement: 

  • ROX Klimatechnik 
  • Häberle Schaltanlagen
  • Thermokon
  • Wildeboer 
  • MDT 
  • DEOS 
  • Späth

Bereichsleiter Roland Ahlers hob hervor, wie wertvoll diese Zusammenarbeit für die Ausbildung ist: 

„Es ist genial, wenn man die Ausbildungspartner in die Schule holt und gemeinsam überlegt, wie wir die Praxis bestmöglich in die Schule bringen können.“ 

Die Firmen arbeiteten nahezu kostenfrei mit, aus Überzeugung, dass der Beruf des Elektronikers für Gebäudesystemintegration mehr Sichtbarkeit verdient, denn viele kennen den Ausbildungsgang noch gar nicht, obwohl er zentrale Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Automatisierung und Digitalisierung vereint. 

Die neue Heizungs‑ und Lüftungswand ist mehr als ein Unterrichtsmodell. Sie ist ein Symbol dafür, wie Schule, Handwerk und Unternehmen gemeinsam Innovation ermöglichen. Sie zeigt, wie praxisnah und modern Ausbildung heute sein kann und wie wichtig es ist, junge Menschen für die Gebäudesystemtechnik zu begeistern. 

Die Heinrich‑Hertz‑Schule bedankt sich bei allen beteiligten Firmen, bei den Stadtwerken Karlsruhe für die Unterstützung bei der Leitungsverlegung, bei den betreuenden Lehrkräften und natürlich bei Laurenz Marx für seine herausragende Arbeit.