Spricht man von Ausbildung, denken die meisten zunächst an den Ausbildungsbetrieb: an Werkhallen, Büros, Baustellen oder Labore. Dort wird angeleitet, ausprobiert, gelernt – ganz praktisch eben. Die Berufsschule hingegen wird dabei oft eher als Begleiterscheinung wahrgenommen: wichtig, ja, aber irgendwie nicht ganz „Ausbildungsbetrieb“.

Ein kurzer Blick ins Berufsbildungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland sorgt jedoch für Aufklärung – und vielleicht auch für ein kleines Aha-Erlebnis. Denn dort wird unmissverständlich deutlich: Die Duale Ausbildung lebt vom Zusammenspiel zweier gleichwertiger Partner. Neben dem Ausbildungsbetrieb ist die Berufsschule ein integraler Bestandteil dieses Systems. Ohne sie wäre die Ausbildung nicht dual, sondern schlicht unvollständig.

Genau hier setzt die Kampagne der IHK Karlsruhe „Wir bilden aus – Hier #KÖNNENLERNEN“ an. Sie macht sichtbar, was im Alltag manchmal übersehen wird: Auch an Berufsschulen wird ausgebildet. Hier werden fachtheoretische Grundlagen gelegt, Zusammenhänge verstanden, Kompetenzen vertieft und der Blick über den Tellerrand des eigenen Betriebs hinaus ermöglicht. Kurz gesagt: Hier wird Können systematisch entwickelt.

Dass eine Berufsschule selbstbewusst sagt „Wir bilden aus“, ist daher keineswegs eine gewagte Behauptung – sondern eine sachlich gut begründete. Dass wir uns dennoch nicht als den Nabel der Welt verstehen, dann vielleicht deshalb, weil wir alle wissen: Gute Ausbildung funktioniert nur gemeinsam. Betrieb und Berufsschule sind keine Konkurrenten, sondern Teamplayer.

Die Heinrich-Hertz-Schule Karlsruhe versteht sich genau in diesem Sinne als verlässlicher Dualpartner – und sagt deshalb mit Überzeugung: Wir bilden aus. Hier kann man lernen.